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Wir erinnern an Ernst und Leo Salomon
Seit Montag, den 6. November 2017 erinnern vor dem Wohnhaus in der Hohenzollernstraße 13 in Trier erstmals 2 Stolpersteine an zwei verfolgte und in der NS-Zeit ermordete Homosexuelle. Die Lebenswege der Zwillingsbrüder Ernst (Simon) und Leo (Gustav) Salomon begannen am 3. Oktober 1894 in Trier, sie endeten in Auschwitz (1943 Ernst S.) bzw. im Gefängnis Wolfenbüttel (1942 Leo S.).
Die Lebens- und die Verfolgungswege der Zwillinge finden Sie links als pdf-Dateien in einer schriftlichen Kurzfassung (Titel: „Wir erinnern an Ernst und Leo Salomon “ und in einer bebilderten, ausführlichen Langfassung (Titel: „Das mehrfache Stigma – Die Zwillinge Ernst und Leo Salomon aus Trier „), die auch die Verfolgung ihrer Geschwister Leonie und Paul Salomon sowie ihrer anderen Verwandten (der Familien Salomon und Schloss) darstellt.
Drei Jahre später, nämlich am 26. Oktober 2020 wurden auf Initiative des Kulturvereins Kürenz e.V. am ehemaligen Standort des Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums und Realgymnasiums (das damalige Schulgebäude existiert nicht mehr) Böhmerstraße/Ecke Nikolaus-Koch-Platz in Trier insgesamt 24 Steine für ehemalige, jüdische Schüler verlegt.
Unter den 24 Stolpersteinen sind auch zwei neue Stolpersteine für die Zwillinge Ernst und Leo Salomon, die beide Schüler dieser Schule waren. Fotos (von Frau M.Metzler) der 24 Stolpersteine und der beiden neuen Stolpersteine für die Salomon-Brüder finden Sie links. Unten in der Mitte finden Sie mehrere Pressepublikationen: einen Bericht der Tageszeitung „Trierischer Volksfreund“ zur Stolpersteinverlegung im Oktober 2020 sowie links und rechts zwei Publikationen zu der Stolpersteinverlegung im November 2017.
2025 Neuer Fund: Erstmals Bilder der Zwillinge Leo und Ernst Salomon gefunden!
Im Frühjahr 2025 ist es mir mit Unterstützung des Stadtarchivs Trier gelungen, erstmals Bilder der Zwillinge Leo und Ernst Salomon zu finden. Fast auf den Tag genau 8 Jahre nach der Verlegung der Stolpersteine wurde dieses Ereignis dankenswerterweise von der Presse aufgegriffen und führte zu einem sehr umfangreichen Bericht in der Tageszeitung „Trierischer Volksfreund“ (TV). Dort erfahren Sie auch, woher diese Bilder stammen. Nach heutigem Forschungsstand sind keine anderen Fotos der Brüder Leo und Ernst Salomon überliefert.
Den bebilderten Beitrag im TV finden Sie hier unter dem Button „Das Leben eines Trierer Zwillingspaars unter dem Nazi-Terror“.
Am danach folgenden Samstag, den 15. November 2025 wurde in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) in Bochum berichtet über die Zwillinge. Den bebilderten Beitrag in der WAZ finden Sie unter dem Button „Schwul, jüdisch – doppelt verfolgt“.
Ich freue mich, dass damit die Zwillinge eine Würdigung erfahren haben und erstmals als Personen auch bildlich sichtbar sind.
Jürgen Wenke, November 2025
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Stolperstein für Dr. Gertrud Schloß
Die Zwillingsbrüder Ernst und Leo Salomon aus Trier waren die Cousins von Gertrud Schloß und von Gertruds Bruder Heinrich Schloß aus Trier. Die Mutter von Gertrud und Heinrich war Frieda Schloß. Frieda Schloß war demnach die Tante der Zwillingsbrüder Salomon. An Gertrud Schloß wird mit einem eigenständigen Beitrag auf dieser Homepage erinnert.
Zeitdokumente
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